Altstadt Krakau – Ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt von Krakau.

Kapitel-2 Altstadt Krakau

Inhaltsverzeichnis

Karte Rundgang Altstadt Krakau
Nördliche Grodzka
Östlicher Grüngürtel
Slowacki Theater
Barbakan und Florianstor
Grunwalddenkmal und Florianskirhe
Cafe Camelot
Marienkirche
Marktplatz und Tuchhalle
Szczepański Platz
St. Anna Kirche
Collegium Maius
Weichsel und Wawel
In der Kanonicza

Südliche Grodzka
Abendessen im Restaurant Wierzynek
Marktplatz und Tuchhalle bei Nacht

Eine Städtereise in vier Kapitel:

Kapitel-1 Vorbereitungen und Anreise

Kapitel-2 Altstadt Krakau

Kapitel-3 Kacmiercz-Viertel

Kapitel-4 Wawel Krakau

Karte Rundgang Altstadt Krakau

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Nördliche Grodzka

Wir starten unseren Rundgang durch die Altstadt Krakau von unserem Hotel in der Grodzka 11. Grodzka bedeutet übersetzt Burgstrasse. Sie ist ein Teil des Krakauer Königsweges, der vom Krakauer Marktplatz bis zum Wawel dem Burghügel führt.
Die Grodzka war im Mittelalter Teil eines wichtigen Handelsweges der von Ungarn nach Großpolen und weiter bis in andere westeuropäische Städte führte.
Heute ist sie beliebte Flanier- und Einkaufsstraße, gesäumt von herrlichen Bürgerhäusern und vielen Sehenswürdigkeiten.

In der Grodzka
In der Grodzka

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Östlicher Grüngürtel

Dominikanerkirche
Dominikanerkirche

Vom Hotel gehen wir südlich in Richtung Wawel. An der nächsten großen Kreuzung biegen wir links in die Dominikanska ab. Der Straße folgen wir entlang der Dominikaner Kirche, die leider bei unserem Besuch verschlossen war, bis zu dem die Altstadt Krakau umgebenden Grüngürtel.

Durch die Grünanlage mit schönem altem Baumbestand geht es entlang von Teilen der alten Stadtbefestigung und der Heilig-Kreuz Kirche bis zum Florian Straszewski Denkmal.

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Slowacki Theater

Wir verlassen die Parkanlage auf der Höhe des Slowacki Theaters und biegen links in die Szpitalna ab. Seitlich des Theaters befindet sich eine Parkanlage und daneben der Plac Świętego Ducha auf dem sich eine Reihe von Uhren befinden, die die jeweilige Ortszeit in den Partnerstädten Krakaus anzeigen.

Slowacki Theater
Slowacki Theater

Vom Plac Świętego Ducha geht es zurück zum Grüngürtel, wo wir die Altstadt Krakau wieder in Richtung Barbakan und Florianstor verlassen.

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Barbakan und Florianstor

In Ruhe schauen wir uns das Florianstor mit der alten Stadtmauer und den Barbakan am Rande der Altstadt Krakau an. Bei der Barbakan handelt es sich um ein Verteidigungswerk, das dem Florianstor vorgelagert ist. Es wurde 1498/99 errichtet und gilt als der größte erhaltene Barbakan in Europa.
Wir überqueren anschließend die den Grüngürtel umgebende Ringstraße, die sich in diesem Bereich Basztowa nennt. Weiter geht es in Richtung Grunwalddenkmal und Grab des Unbekannten Soldaten.

Verteidigungsbauwerk Barbakane
Der größte Barbakan Europas

Grunwalddenkmal und Florianskirche

Das im späten 19. Jahrhundert errichtete Denkmal sollte den Nationalstolz der Polen wieder stärken. Am Ende des Platzes Plac Jana Matejki befindet sich die Florianskirche.
Wir besichtigen das Innere der prächtig geschmückten Kirche.

Von der Florianskirche kommend verlassen wir den Platz auf der rechten Seite vorbei an der Akademie der Schönen Künste und überqueren wieder die Ringstraße.
Entlang der Barbakan in Richtung Florianstor geht es wieder rechts in den Grüngürtel, vorbei an der Stadtmauer der Altstadt Krakau und zwei kleinen Teichen bis zur Straße Slawkoska.

Barbakane
Das dem Florianstor vorgelagerte Verteidigungswerk Barbakan

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Cafe Camelot

Über die Slawkoska spazieren wir vorbei an der Markuskirche wieder in Richtung Marktplatz und Tuchhallen.
An der nächsten Kreuzung biegen wir links in die Swietego Tomasza ab und kommen nach wenigen 100m an der St. Johannes Kirche aus. Rechts von der Kirche befinden sich einige nette Lokale, die uns förmlich einluden eine Pause einzulegen.
Nach gut 3,5 km ein guter Zeitpunkt, um der Unterhopfung entgegen zu wirken.
Wir entschieden uns für die Außenterrasse des Camelot.

Cafe Camelot
Cafe Camelot

Das Ambiente des Cafe Camelot ist phantastisch. Man sollte auf keinen Fall verpassen sich das Innere und vor allem den Innenhof mit dem hölzernen Treppenaufgang über mehrere Etagen anzuschauen.
Bei den Besuchern handelte es sich fast ausschließlich um Einheimische. Wir waren die einzigen „Touristen“ und haben den Aufenthalt genossen.
Über die Floriansstraße geht es weiter in Richtung Marktplatz und Marienkirche.

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Marienkirche

Als Nächstes stand die Besichtigung der Marienkirche auf dem Programm. Sie hat 2 Eingänge. Ein Eingang für Betende, der kostenlos ist und einer für Besucher der 10 Zloty Eintritt kostet.
Mein Freund meinte ich gehe nicht mit rein. Wir bezahlten die 10 Zloty, umgerechnet 2,40 € pro Person, und betraten die prächtig geschmückte Kirche über den Besuchereingang.

Der Besuch der Marienkirche ist ein Muss und sollte bei keinem Rundgang durch die Altstadt Krakau fehlen. Nachdem wir das Innere der Kirche erkundet hatten und ich eine ganze Menge Fotos gemacht hatte, wollten wir die Kirche verlassen.
Beim Verlassen der Kirche entdeckte ich meinen Freund. Er war „gläubig“ geworden und befand sich bei den Betenden. Nachteil, die Betenden saßen im hinteren Teil der Kirche, der vom Besucherteil abgetrennt war.
Um die kirchlichen Kunstwerke und Schätze aus der Nähe betrachten zu können und die Instandhaltung der Kirche zu unterstützen, sollte man jedoch die 10 Zloty investieren.

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Marktplatz und Tuchhalle

Wir verließen die Kirche über den Besucherseitenausgang und trafen vor der Kirche meinen Freund wieder. Der hatte zwischenzeitlich noch eine andere Sehenswürdigkeit entdeckt und bildlich festgehalten.
Eine junge Frau in Tracht versuchte Touristen zu Fotos mit ihr, natürlich gegen Zahlung von Zlotys zu animieren.
Ich glaube Euros wären auch kein Problem gewesen. Bei Kreditkarte war ich mir nicht sicher, obwohl man in der Stadt fast überall mit Kreditkarte zahlen konnte.

Fotomodel in Landestracht
Fotomodel in Landestracht

Vorbei an der Statue von Adam Mickiewicz, die ein beliebter Treffpunkt der Krakauer ist, ging es zum seitlichen Eingang der Tuchhallen. Wer auf Souveniers und anderen Kitsch steht, wird sich hier wie im Paradies fühlen. Ein Stand reiht sich an den anderen.

Im Vorfeld der Tuchhallen befinden sich zahlreiche Blumenstände und unendlich viele Tauben. Einige Touristen versuchten sich als wahre Taubenständer. Wer es mag! Manchmal auch ganz schön beschissen 🙂 .

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Szczepański-Platz

Wir verlassen den Marktplatz und die Tuchhallen an der nordwestlichen Seite, vorbei an den weißen Kutschen über die Szczepanska in Richtung des gleichnamiger Platzes. Der Platz wirkt etwas steril. Am Platz befindet sich der Kunstpalast.

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St. Anna Kirche

Wir verlassen den Platz in Richtung Grüngürtel und halten uns dort links. Nach einigen 100 m erreichen wir die St. Anna Kirche, wo wir wieder Richtung Marktplatz abbiegen. Und wie sollte es sein keine Städtereise ohne Hochzeit. In der Kirche fand gerade eine Trauung statt, so das wir sie nicht betreten konnten.

Ich weiß inzwischen nicht mehr wie viele Städtereise wir bereits gemacht haben, aber ohne eine Hochzeit geht gar nichts, was natürlich besonders die Frauenwelt erfreut.
Da sich auch keine Kneipe in der Nähe befand, um unseren Frauen in den Genuss einer längeren Beobachtungsphase kommen zu lassen und unsere allgemeinen männliche Unterhopfung entgegenzuwirken, entschlossen wir uns (Männer) weiterzugehen.

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Collegium Maius

Collegium Maius
Collegium Maius

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Museum Collegium Maius. Das Collegium Maius ist der älteste Sitz der Krakauer Jagiellonen Universität und wurde anfangs als Lesesäle und Räume der Professoren genutzt.

Collegium Maius
Collegium Maius

Heute beherbergen die neugotischen Gebäude das Universitätsmuseum.

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Weichsel und Wawel

Entlang der Universitätsgebäude geht es wieder links in den Grüngürtel.
Wir überqueren die Franciszkanska und verlassen die Altstadt Krakau vorbei am Archälogischen Museum an der Poselska.

Dort biegen wir rechts ab und dann links in die Floriana Straszewskiego. Nach ca. 100 m geht es in die Plac Na Groblach. Vorbei an einer großen Sportanlage führt uns der Weg in Richtung Weichsel. Am Ende der Straße erreichen wir das Weichselufer und gelangen über eine Treppe auf den Weichseldamm. Von hier bietet sich ein toller Blick auf Wawel (Burghügel) und Weichsel.

Der Weg auf dem Weichseldamm führt uns In Richtung Wawel. Hier befindet sich eine Tiefgarage und ein modernes Cafe. Wir folgen dem Fußweg links bis zur breiten Rampe und Treppe, die hinauf zum Wawel führt.

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In der Kanonicza

Unmittelbar am Beginn der Treppe überqueren wir links die Straße und gehen in Kanonicza. Vorbei an einigen Hotels folgen wir der Straße ohne nicht einen Blick in die schönen Innenhöfe der Hotels zu werfen, bis zu einem kleinen Platz.

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Südliche Grodzka

Platz am Piotr-Skarga-Denkmal
Platz am Piotr-Skarga-Denkmal

Auf dem Platz befindet sich das Piotr-Skarga-Denkmal. Die andere Seite des Platzes wird von der Grodzka begrenzt, wo sich die Andreaskirche und die im barocken Stil erbaute Kirche St. Peter und Paul befindet.

Am Ende der Kanonicza biegen wir rechts in die Strasse Senacka ab. Zeit um Pause zu machen. Bei unserem Erkundungsgang vom Vortag, hatten wir dort ein Cafe mit Außenterrasse entdeckt. Eis und herrliche Torten in der Auslage lockten uns. Das war ein Wink des Schicksals.

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Cafe Mini

Wir bestellten Kaffee und Kuchen. Zwei Gerstenkaltschalen und zwei Wein für die Frauen durften auch nicht fehlen.
Mein Freund hatte sich eine ganz besondere Art von Kuchen bestellt. Keiner hatte etwas mitbekommen. Nach dem wir bereits unsere Getränke und Kuchen bekommen hatten, durfte er weiter warten. Langsam wurden alle neugierig.

Kuchenauslage Cafe Mini
Kuchenauslage Cafe Mini

Nach einiger Zeit kam die Kellnerin mit einem Tablett, auf dem sich ein fleischloser Hamburger befand. Dies zum Thema wir essen Kuchen oder Eis.

Frisch gestärkt, ging es nach angemessener Zeit zurück in Richtung Hotel Jan, was nur wenige hundert Meter vom Cafe Mini entfernt war.
Am Hotel angekommen hatten wir an diesem Tag insgesamt fast 10 km zurückgelegt, obwohl es laut Planung nur 6,8 km sein sollten. Aber durch das viele Hin- und Herlaufen leppert sich das.

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Abendessen im Restaurant Wierzynek

Inzwischen war es früher Abend. Nach dem wir uns auf dem Hotelzimmer etwas ausgeruht hatten, stand die gleiche Entscheidung wie am Vortag wieder an. Wo gehen wir Essen?

Türme der Marien Kirche
Türme der Marien Kirche

Wir erinnerten uns an ein Restaurant in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel. Das Restaurant lag direkt am Eingangsbereich zum Marktplatz. Im Vorfeld hatten wir die Karte studiert und die Auswahl hatte uns zugesagt.

Restaurant Wierzynek am Marktplatz
Restaurant Wierzynek am Marktplatz

Am Restaurant angekommen warteten wir bis uns ein Kellner empfing und nach einer Reservierung fragte. Eine Reservierung hatten wir natürlich nicht. Also Pesch gehabt. Das Restaurant schien zu dem daneben gelegenen Restaurant Wierzynek zu gehören. Am Eingang wurden wir wiederum von einem Kellner empfangen, der uns auf Nachfrage bestätigte, das er noch einen Tisch für 4 Personen habe. Er führte uns über eine Treppe nach oben und nahm unsere Jacken entgegen, um sie zur Garderobe zu bringen. Dann führte er uns in einen Salon mit eingedeckten Tischen.

Im Restaurant Wierzynek
Im Restaurant Wierzynek

Da hatten wir wohl ein Edel-Restaurant erwischt, das sich natürlich auch in den Preisen niederschlug. Unsere Kleidung war nicht ganz passend für den Rahmen, denn wir waren in einem eher sportlichen Wanderoutfit unterwegs. Dies schien aber keinen zu stören.
Die Geschichte des Wierzynek datiert bis in das 14. Jahrhundert zurück. Es ist berühmt für seine exquisite Küche und erstreckt sich über vier Etagen. Es gibt acht separate Speisesäle, darunter die italienischen Pompeji-Räume, den Tatra-Raum, den Uhrraum, den Ritterraum und die Imaginationskammer. Wikipedia (Englisch)

Das Menü

Aber der Reihe nach, wir bestellten Wasser und suchten aus der Weinkarte eine Flasche Wein aus. Dann ging es an das Menü. Ein komplettes Mehrgangmenü war uns zu viel und unsere Frauen wollten sowieso nur eine Hauptspeise, also bestellten wir Männer jeweils eine Wildconsomme mit Einlagen als Vorspeise und für jeden einen entsprechende Hauptgang: Filet Mignon, Enten Filet und Seebarsch Filet.

Hauptgang im Im Restaurant Wierzynek
Hauptgang im Im Restaurant Wierzynek

Die Vorspeise

Während wir auf die Vorspeise warteten, schenkten die Kellner permanent Wein und Wasser nach. Inzwischen waren es mehrere Kellner, die sich um uns kümmerten und uns sehr zuvorkommend und galant bedienten.
Nach einiger Zeit kamen 2 Kellner mit den Suppentellern, in denen sich fein symmetrisch angeordnet die Beilagen befanden. Allerdings waren diese auf dem Trockenen. Verwundert schauten wir uns an.
Aber dann kamen 2 weitere Kellner mit Kaffeekannen, zumindest sah es so aus. Mit den „Kaffeekannen“ wurden unsere Teller mit der klaren Wildconsomme aufgefüllt. Es schmeckte hervorragend. Die Vorspeise war schon einmal sehr gelungen.

Der Hauptgang

Nachdem man die Teller wieder abgeräumt hatte, brachte man etwas später unsere Hauptgänge versteckt unter einer silbernen Haube. Zwei Kellner stellten sie vor uns auf die Platzteller. Auf ein Zeichen des Oberkellners wurde das Geheimnis gelüftet und die silbernen Glocken gleichzeitig angehoben.
Es sah hervorragend aus und hat auch so geschmeckt. Wir waren rund um zufrieden, bestellten eine weitere Flasche Wein und schlossen den Abend mit einem Espresso ab.

Fazit

Es war mal wieder ein gelungener Abend. Das Essen und das Ambiente war hervorragend und allemal sein Geld Wert. Um einen Vergleich zu haben, das Filet Mignon kostete mit Beilagen umgerechnet 25,- €. Zuhause hätten wir für das Essen mit Getränken locker 50% mehr bezahlt.

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Marktplatz und Tuchhalle bei Nacht

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