Stadtrundgang Altstadt Kempen – Die Altstadt Kempen gehört zu den schönsten historischen Innenstädte am Niederrhein. Bereits in den 1960er Jahren hat man mit der Sanierung der historischen Bausubstanz und der Neugestaltung der Innenstadt begonnen.
Die Stadt Kempen ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne.
Ich persönlich habe eine ganz besondere Beziehung zu Kempen. Im Rahmen meines Geographiestudiums habe ich meine Staatsarbeit Anfang der 1980er Jahre über die Altstadt Sanierung Kempen geschrieben.
Rund um die historische Innenstadt befindet sich entlang der ehemaligen Stadtbefestigung eine Ringstraße mit Grünanlage. Der Ringstraße besteht aus Burgring, Möhlenring, Hessenring, Donkring und Moorenring. Sie ist eine zweispurige Einbahnstraße.

Alte Schulstraße
Alte Schulstraße

Inhaltsverzeichnis

Karte Stadtrundgang Altstadt Kempen
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Start Stadtrundgang Altstadt Kempen
Rund um den Peterturm
An der Turmwindmühle
Ellenstraße und Buttermarkt
Kuhstraße mit Kuhtor
Tiefstraße und Alte Schulstraße
Ehemaliges Franziskanerkloster
Kurkölnische Burg
Rund um die Propsteikirche
Am Donkwall

Karte Stadtrundgang Altstadt Kempen

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Start Stadtrundgang Altstadt Kempen

Wir starten unseren Stadtrundgang durch die historische Innenstadt von Kempen an einem der Parkplätze an der Rabenstraße. Kempen verfügt über ein gutes Angebot an gebührenpflichtigen Parkplätzen innerhalb der gesamten historischen Innenstadt.
Die Tour kann an jedem dieser Parkplätze gestartet werden. Sie ist als ca. 4 km langer Rundgang angelegt und führt uns immer wieder zum Ausgangspunkt zurück. Einfach zum nächstgelegenen Punkt des Stadtrundgangs gehen und von dort der Beschreibung folgen.


Von der Rabenstraße gehen wir über die Umstraße bis zur Peterstraße. An der Peterstraße biegen wir links in Richtung Donkring ab. Wir folgen der Peterstraße bis zum Donkring, wo sich der Peterturm befindet. Der Peterturm ist der einzige Teil des ehemaligen Petertores, der bis heute erhalten blieb. In einer Vitrine in der Nähe des Turms ist ein Modell der kompletten Toranalage ausgestellt.
Durch das Petertor führte einst der Weg zur Kapelle St. Peter, dem ältesten Gotteshaus des Kempener Landes.

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Rund um den Peterturm


Vom Petertor gehen wir wieder zurück bis zur ehemaligen Stadtmauer. An der Stadtmauer biegen wir links in den Hessenwall ab. Wir folgen dem Hessenwall entlang der Stadtmauer, queren die Heilig Geist Straße bis zur Turmwindmühle, die Teil der Stadtmauer ist und an der sich ein noch erhaltene Wehrgang befindet.

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An der Turmwindmühle

Die Mühle wurde im Jahre 1481 erbaut. Sie diente der sicheren Mehlversorgung im Falle einer Belagerung.
Weiter folgen wir dem Hessenwall bis zur Ellenstraße und gehen links über den Grüngürtel bis zum Hessenring.
Außerhalb der alten Stadtbefestigung hat man einen besseren Blick auf die Turmwindmühle.

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Ellenstraße und Buttermarkt

Zurück geht es wieder über die Ellenstraße bis zum Buttermarkt dem zentralen Platz mit Rathaus in Kempens Altstadt. Am Buttermarkt laufen Ellenstraße und Peterstraße zusammen. Von der Ellenstraße kommend halten wir uns links vorbei am neuen Rathaus.

Am Ende des Buttermarkts auf Höhe von Haus Witthoff – Peerbooms biegen wir links in die Neustraße ein.

Haus Witthoff - Peerbooms
Haus Witthoff – Peerbooms

Das heute noch beeindruckende Eckhaus Witthoff Peerbooms wurde 1714 errichtet. An der Stelle des Schaufensters der heutigen Bäckerei zur Kuhstraße führte früher eine Durchfahrt zum Hinterhof. Dort stand in einem Fachwerkanbau ein mächtiger Backofen.

Über die Neustraße gelangen wir nach wenigen Metern zum Haus Basel, in dem sich heute das Standesamt der Stadt Kempen befindet. Das Haus hat seinen Namen von der gleichnamigen Familie, die mehr als 400 Jahre eine Rolle bei der Entwicklung der Stadt gespielt hat.
Hinter der heutigen Stuckfassade, die aus dem Jahr 1885 stammt, verbirgt sich ein Fachwerkhaus.

Direkt daneben befindet sich das wunderschöne Fachwerkhaus „et kemp’sche huus“ mit seinen Andreaskreuzen in den Gefachen, welches heute ein Restaurant beherbergt.
Ursprünglich stand dieses Haus als „Haus Pielen“ an der Kuhstr. 7, wo heute die Wambrechiesstraße mündet.
Dort wurde die Holzkonstruktion des Hauses sorgfältig abgebaut und nummeriert. 1979 wurde sie an ihrem heutigen Platz in der Neustraße wieder aufgebaut . Das Gebäude erhielt seinen neuen Namen „et kemp’sche huus“ mit der Eröffnung des Restaurants im Jahre 1980.

Durch eine schmale Gasse zwischen „et kemp’sche huus“ und Haus Basel gelangen wir auf die Wambrechiesstraße. Rechts spazieren wir zur Kuhstraße und Haus Horten, in dem sich heute die Sparkasse befindet.

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Kuhstraße mit Kuhtor

Am Haus Horten biegen wir links in die Kuhstraße ein. Am Ende der Kuhstraße können wir das Kuhtor erkennen.

Wir folgen der Kuhstraße in Richtung Kuhtor und biegen an der nächsten Möglichkeit links in die Klosterstraße ab, um einen kurzen Abstecher zum ehemalliegen Frauenkloster St. Anna zu machen. Von den Klostergebäuden ist nur noch das Torgebäude erhalten. Die übrigen Gebäude mussten 1973 im Rahmen der Stadtsanierung aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden.
Vom Kloster geht es zurück zum Kuhtor, das wir uns vom Möhlen-/Burgring genauer anschauen.

Von den vier Stadttoren, die früher den Zugang zur Stadt Kempen sicherten, ist nur noch der Torturm des Kuhtores erhalten. Seinen Namen hat es von einer alten Viehtrift, die zu den saftigen Weiden im nördlich gelegenen Bruch führte.

Von der Ringstraße kommend durchschreiten wir das Kuhtor wieder in Richtung Innenstadt und biegen auf Höhe der Klosterstraße nach links in die Tiefstraße ein. Hinter den Fassaden der Häuser verbergen sich meist alte Fachwerkhäuser.

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Tiefstraße und Alte Schulstraße


Von Der Tiefstraße geht es rechts in die alte Schulstraße. Die Fachwerkhäuser der alten Schulstraße wurden 1609 in einem Zuge vermutlich von Johann von Broichhausen errichtet. Sein Wappen und das seiner Ehefrau Gertrud von Overheid sind teilweise noch auf Haus Nr. 7 sichtbar.

Alte Schulstraße
Alte Schulstraße


Von der Schulstraße biegen wir links in die Orsaystraße und nach ca. 100m wiederum links in die Burgstraße ab.

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Ehemaliges Franziskanerkloster

Hier befindet sich das ehemalige Franziskanerkloster, in dem sich heute das Kulturforum der Stadt Kempen befindet. Das Kulturforum beinhaltet heute das Städtische Kramer-Museum, das Museum für Niederrheinische Sakralkunst in der Paterskirche, das Thomasarchiv und die Stadtbibliothek.

Wegesteine am Franziskanerkloster
Wegesteine am Franziskanerkloster

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Kurkölnische Burg

Vorbei am Kulturforum geht es weiter es zur Burg Kempen der Kurkölnische Landesburg.
Das von 1396 – 1400 errichtete Gebäude war ein steinernes Symbol für die Herrschaft seines Bauherrn, des Kölner Erzbischofs Friedrich von Saarwerden. Sein Kreuz-Wappen prangt heute noch über dem Eingang. Hier residierte als Stellvertreter des Landesherrn ein adeliger Amtmann, der im Frieden für Recht und Ordnung und für die Verteidigung des Kempener Landes im Kriege sorgte.


1634 wurde das mittelalterliche Kastell mit seinen Schießscharten und kleinen Luken durch den Einbau großer Fenster zum wohnlichen Schloss. Die Burg, die von 1863 bis 1925 Gymnasium war und dann ab 1929 bis 1984 Sitz der Kreisverwaltung, beherbergt heute nach Umzug der Kreisverwaltung nach Viersen nur noch das Kreis- und Stadtarchiv.

Wir umrunden die Burg parallel zur Ringstraße vorbei am Denkmal für Freiherrn Felix von Loe und gehen wieder zurück in Richtung Franziskanerkloster, wo wir wieder in die Tiefstraße aus entgegengesetzter Richtung einbiegen.

Denkmal für Freiherrn Felix von Loe
Denkmal für Freiherrn Felix von Loe


Über die Alte Schulstraße gelangen wir zur Judenstraße. Dieser folgen wir links bis zur Kirchstraße, über die wir zur Propsteikirche St. Mariä Geburt gelangen. Wir umrunden die Propsteikirche gegen den Uhrzeigersinn. Am Hauptportal im Kirchturm verlassen wir den Vorplatz in Richtung Buttermarkt und Ellenstraße.

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Rund um die Propsteikirche

Links spazieren wir über die Ellenstraße vorbei an Haus Hüskens-Weinforth und Haus Schmitz über den Studentenacker zur Engerstraße.

Haus Hüskens-Weinforth Ellenstraße
Haus Hüskens-Weinforth Ellenstraße


Das Ziegelgebäude Hüskens-Weinforth wurde In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Es ist mit seiner Ziegelfassade, hinter der die übrigen Wände aus Fachwerk bestehen, das älteste mit einem Steingiebel versehene Wohnhaus der Stadt. Seiner auffallenden Bauweise wegen wurde es „Das Steinerne Haus am Markt“ genannt.

Über die Engerstraße gehen wir wieder stadtauswärts bis zum Donkring und biegen am Gebäude der alten Sparkasse nach rechts in den Donkwall ab.

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Am Donkwall

Ehemalige Sparkasse mit Skulptur
Ehemalige Sparkasse mit Skulptur

Wir folgen dem Donkwall entlang der Stadtmauer bis zur Rabenstraße, in die wir links einbiegen. Nach einigen wenigen hundert Metern erreichen wir unseren Ausgangspunkt dem Parkplatz an der Rabenstraße.

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