Auf Krakaus Burgberg-Wawel wurde im 14. Jahrhundert das königliche Schloss und eine neue Kathedrale errichtet. Die Kathedrale beherbergt die Reliquien des heiligen Stanislaw dem Schutzpatron von Polen. Obwohl im 16. Jahrhundert Warschau Krakau als Hauptstadt Polens ablöste, fanden in Krakau weiterhin Krönungsfeierlichkeiten und königliche Begräbnisse statt. Zwischen 1795 und dem Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage mit dem Niedergang des Staates zu einer österreichischen Garnison degradiert und verfiel zusehends. Dank umfangreicher Restaurierung erlangten Kathedrale und Schloss jedoch wieder ihre alten Glanz.
Der Burgberg-Wawel überstand beide Weltkriege ohne Zerstörungen.

Inhaltsverzeichnis Kapitel-4

Karte Rundgang Burgberg-Wawel
Start zum Wawel-Rundgang
Kathedrale
Glockenturm
Krypta
Schloss
Schlossgarten
Auf dem Wawel
Auf dem Wawel – Weichselseite
Drachenhöhle
Rückweg zum Hotel
Fazit

Eine Städtereise in vier Kapitel:

Kapitel-1 Vorbereitungen und Anreise

Kapitel-2 Altstadt Krakau

Kapitel-3 Kacmiercz-Viertel

Kapitel-4 Wawel Krakau

Karte Rundgang Burgberg-Wawel

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Start zum Wawel-Rundgang

Wir starten unseren Rundgang über den Burgberg Wawel am Hotel Jan, in der Grodzka 11. Der Weg führt uns über die Grodzka bis zur St. Peter und Paul Kirche und der Andreaskirche in südliche Richtung. Am Platz vor der St. Peter und Paul Kirche wechseln wir vorbei am Piotr-Skarga-Denkmal in die Kanonicza und folgen ihr in südlicher Richtung vorbei am Wohnhaus Papst Johannes Paul II. bis zum Aufgangzum Burgberg-Wavel.


Über die Rampe geht es hinauf zum Wappentor, das wir passieren. Vorbei am Tadeusz-Kosciuszko-Denkmal geht es durch ein weitere Tor auf den Vorplatz zur Kathedrale. Auf der rechten Seit befindet sich ein Denkmal von Papst Johannes Paul II.

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Kathedrale

Etwas weiter liegt auf der rechten Seite ein Gebäude, in dem sich die Ticketkasse für die Kathedrale und das Schloss befindet. Wir lösen nur Tickets für die Kathedrale.
Die heutige Kathedrale ist das dritte Bauwerk an dieser Stelle und eng mit der Geschichte Krakaus verbunden.

Die Kathedrale wurde als Ruhestätte für die Reliquie des Hl. Stanislaw durch Wladyslaw Ellenlange errichtet. Die Kathedrale besitzt drei Türme und besteht aus einem Hauptschiff mit Querschiff, Seitenschiffen und einem Chorumgang. In den Seitenschiffen befinden sich Kapellen aus verschieden Epochen. Aufgrund der späteren Anbauten herrscht eine Vielfalt an Stilen.
Über eine Treppe gelangt man in das Innere der Kathedrale. Wir folgen dem ausgeschilderten Rundgang, der auch auf der Rückseite der Eintrittskarte abgebildet ist. Er führt uns vorbei an allen Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze der Kathedrale.
Um alles zu sehen, muss man den Rundgang vermutlich mehrmals machen.

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Glockenturm

Durch die Sakristei gelangt man in den Glockenturm. Über schmale hölzerne Treppen, die die einzelnen Ebenen des Turms miteinander verbinden und durch das innenliegende Gebälk kletternd gelangt man in die Ebenen auf denen sich die Glocken befinden. Von hier hat man einen phantastischen Blick über die Krakauer Altstadt und die Weichsel.

Kathedrale auf dem Wawel
Kathedrale auf dem Wawel


Zu Coronazeiten ist der schmale Aufstieg eine Einbahnstraße. Nach unten gelangt man auf der gegenüberliegenden Seiten über einem ähnlichen Weg, der ebenfalls nur in eine Richtung begehbar ist.
Aufgrund der Enge in den Zugängen, vermute ich, das diese Regelung auch zu normalen Zeiten gilt.
Im Glockenturm befindet sich die sogenannte Zygmuntglocke, die 1520 gegossen wurde. Sie ist die größte Glocke Polens und wiegt elf Tonnen.

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Krypta

Der Zugang zur Krypta befindet sich im linken Teil der Kathedrale in der Nähe des Eingangs zu Sakristei und Glockenturm. Die Kathedrale ist die Ruhestätte vieler polnischen Herrscher und Nationalhelden. Die Gräber und Sarkophage befinden sich in der Kirche selbst und in der darunterliegenden Krypta.


Die St.-Leonhards-Krypta unter der Wawel-Kathedrale ist eine romanische Krypta, die um 1038/1039 unter Kasimir I. Karl, Herzog von Polen von 1034 bis 1058 errichtet wurde, als dieser Krakau zu seiner Residenz und damit zu Hauptstadt Polens machte. Sie ist der am besten erhaltene romanische Innenraum in Polen.

Krypta mit Sarkophargen und Gräber
Krypta mit Sarkophargen und Gräber


Neben der eigentlichen St. Leonhards Krypta, befinden sich zahlreiche andere Gewölbe, in denen sich Sarkophag an Sarkophag reihen. Einen Besuch der beeindruckenden Krypta sollte man auf keinen Fall verpassen.

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Schloss

Nach längerer Besichtigung verlassen wir die Kathedrale über die Haupttreppe und halten uns links in Richtung Königsschloss. Zwischen Kathedrale und dem zu Schloss gehörenden Wirtschaftsgebäude, in dem sich die Ausstellung „Der verschollene Wawel“ befindet, betreten wir durch einen Torzugang den Innenhof des Schlosses.
Der Innenhof wirkt aufgrund seiner Größe, sowie der Höhe und Gestaltung der umliegenden Gebäude mit seinen Galerien sehr beeindruckend.

Das heutige Renaissance-Schloss entstand im späten 16.Jahrhundert, an der Stelle, wo sich bereits frühere romanische Gebäude befanden. Nach dem Umzug des Königs von Krakau nach Warschau verlor es an Bedeutung. Brände, Raubüberfälle und die Besatzungszeit taten das Ihrige und zerstörten viel ehe man im frühen 20. Jahrhundert mit der Restaurierung des Schlosses begann. Heute erstrahlt es in neuem Glanz.
Wenn die Zeit es zulässt sollte man das Innere mit seinen Gemächern und Kunstschätze in Ruhe besichtigen.

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Schlossgarten

An der Südseite befindet sich ein Durchgang zu den Schlossgärten, sowie öffentliche Toiletten.
Um zu den Schlossgärten zu gelangen muss man an einer Kasse Eintritt bezahlen 5 Zloty = 1,10 Euro.
Wir hatten uns etwas anderes von den Gärten vorgestellt und waren ein wenig enttäuscht. Am Eingang zu den Gärten befindet sich der Senatorenturm einer der drei massiven Wehrtürme des Wawels.

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Auf dem Wawel

Zurück geht es über den gleichen Weg in Richtung Kathedrale. Nach dem wir den Tordurchgang zwischen Kathedrale und Wirtschaftsgebäude passiert haben, halten wir uns links vorbei an einem Terrassencafe in Richtung Sandomierz-Turm einem der drei Befestigungstürme des Wawels. In dem großen Gebäude vor dem Sandomierz-Turm befindet sich eine Pizzeria mit hinter der die Sicht verdeckenden Mauer liegenden Aussichtsterrasse, die wir durch einen schmalen Durchgang erreichen.


Bevor wir durch das schmale Tor gehen, verpassen wir es nicht noch einmal einen Blick auf die rechtsliegende Kathedrale zu werfen. Das Gebäude mit seinen Türmen und Kuppeln wirkt von dieser Seite noch viel beeindruckender.

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Auf dem Wawel – Weichselseite

Wir passieren die Terrasse und spazieren zwischen Sandomierz-Turm und Gebäude durch in Richtung der massiven Befestigung des Wawels zur Weichselseite. Den Sandomierz-Turm kann man gegen Zahlung von Eintritt ebenfalls besichtigen.


Von den Weichselbefestigungsanlagen hat man einen wunderbaren Blick auf die Weichsel und entgegengesetzt vorbei am Diebes-Turm zwischen den Gebäuden auf die Kathedrale.

Wir umrunden den Wawel zwischen Befestigungsmauer und Gebäuden in Richtung Wappentor. Es bieten sich immer wieder neue Perspektiven über Weichsel und Stadt.

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Drachenhöhle

Wir verlassen den Wawel über die selbe Rampe über die wir den Burgberg betreten haben.
Unten angelangt halten wir uns rechts und gehen entlang der Podzamcze in Richtung Weichsel bis der Weg am Parkdeck links abbiegt. Weiter geht es linkshaltend über den Weichseldamm bis wir die moderne Skulptur eines Drachen erreichen. Die Skulptur befindet sich unmittelbar vor der Drachenhöhle.

An der Drachenhöhle
An der Drachenhöhle


Die Höhle mit ihren untereinander verbunden Räumen und der Skulptur des feuerspeienden Drachen ist eine Attraktion und vor allem bei Kindern sehr beliebt. Entsprechend waren dort trotz Corona sehr viele Familien mit Kindern, die auf den Felsen herumkletterten,
Die Höhle war Corona bedingt geschlossen, was aber viele Händler mit kleinen fahrbaren Ständen nicht davon abhielt, Souvenirs zu verkaufen.
Wir haben das Gedränge schnell verlassen und sind weitergegangen auf unserer Runde um den Burgberg-Wawel.

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Rückweg zum Hotel

Ägidius Kirche an der Grodzka
Ägidius Kirche an der Grodzka

Auf dem Vorplatz der Ägidiuskirche sind wir dann wieder in die Grodzka eingebogen und der uns vertrauten Straße bis zum Hotel gefolgt.

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Fazit

Der Burgberg-Wawel gehört mit zu den Topsehenswürdigkeiten in Krakau. Von dort bietet sich ein toller Blick auf Weichsel und Altstadt. Die Kathedrale mit Krypta ist ein Muss für jeden Krakaubesuch. Die Schlossgärten muss man nicht haben. Wenn die Zeit es zulässt sollte man das Schloss besichtigen und die Ausstellung „Der verschollene Wawel“

Nordöstlicher Blick auf den Wavel
Nordöstlicher Blick auf den Wavel

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